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Nachrichten | 15.05.2018

Neue Importvorschriften in Saudi-Arabien belasten Exportindustrie und Verpackungsbranche

Die Mitglieder des deutschen Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) sehen sich aktuell mit nicht einhaltbaren Einfuhrvorschriften in Bezug auf Kunststofffolien und Verpackungen in Saudi-Arabien konfrontiert. Danach dürfen die für die Exportverpackungen zum Schutz von Maschinen, Anlagen und vielen weiteren Investitionsgütern erforderlichen und derzeit alternativlosen Verpackungsmaterialien aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) < 250 µm spätestens ab dem 1. August 2018 nicht mehr nach Saudi-Arabien eingeführt werden. Betroffen sind Schweizer Exporteure im gleichen Masse. 

Grundlage ist die saudische Regulierung (NA -156 - 16 - 03 - 03) vom 12. Dezember 2017, die nur noch oxo-biologisch abbaubare und entsprechend gekennzeichnete Kunststoffprodukte erlaubt. „Es ist unabdingbar, dass für die zahlreichen und hochwertigen aus Deutschland exportierten Maschinen sowohl ein wirksamer Korrosionsschutz als auch ein mechanischer Schutz gewährleistet wird. Dies ist aber nur mit Kunststofffolien aus Polyethylen oder vergleichbaren Verbundwerkstoffen möglich. Diese besitzen eine sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit, was dem Korrodieren der Maschinen auf dem Transportweg entgegenwirkt“, erklärt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner. Oxo-biologisch abbaubare Kunststoffprodukte besässen diese Eigenschaft nicht. „Darüber hinaus sind einige erforderliche Produkte zum Abpolstern aus oxo-biologisch abbaubaren Kunststoffen nicht verfügbar.“ 

Es sei deshalb damit zu rechnen, dass verpackte Güter aufgrund dieser Vorschriften den saudischen Zoll nicht passieren können und – wie derzeit zunehmend in den USA praktiziert – per teurer Luftfracht wieder zum Absender zurückgesendet werden. Das Ergebnis seien hohe Folgekosten für die Exportindustrie und die Verpackungsbranche.

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