Logo


Bitte drehen Sie Ihr Tablett um 90°

Logo
Nachrichten | 04.09.2019

Swissmem sieht “besorgniserregende Entwicklung“ in der Schweizerischen MEM-Industrie

Die Lage der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) hat sich im ersten Halbjahr 2019 deutlich verschlechtert. Gegenüber dem Vorjahressemester reduzierten sich die Auftragseingänge um -12,5 Prozent. Auch die Umsätze (-1,9 Prozent) und die Güterexporte (-1,0 Prozent) nahmen ab. Die bestehenden wirtschaftspolitischen Risiken haben sich jüngst akzentuiert, was dazu beitrug, dass sich der Schweizer Franken wieder aufgewertet hat. Zudem schwächelt die Konjunktur in den wichtigsten Absatzmärkten. All diese Faktoren trüben die Erwartungen für die kommenden Monate ein. Swissmem geht davon aus, dass die Nachfrage weiter zurückgehen wird. Sofern es nicht zu grösseren politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen kommt, ist für die nächsten zwölf Monate eine Stabilisierung auf tieferem Niveau das bestmögliche Szenario.

Besonders ausgeprägt zeigt sich der Rückgang im zweiten Quartal 2019 mit -19,5 Prozent weniger Aufträge als im Vorjahresquartal. Allerdings hatten die Bestellungseingänge in den Vorjahresperioden ein sehr hohes Niveau erreicht. Im Ausmass des Rückganges steckt also ein gewisser Basiseffekt. Dennoch ist die Abschwächung massiv. Auch die Umsätze reduzierten sich im ersten Halbjahr 2019. Differenziert nach den Quartalen resultierte im ersten Quartal ein Rückgang von -1,1 Prozent und im zweiten ein solcher von -2,6 Prozent. Die Umsatzeinbussen sind im Vergleich zum Bestellungseingang nicht so ausgeprägt, weil die Unternehmen noch vom guten Auftragsbestand aus dem Vorjahr zehren. Grossfirmem und KMU sind in ähnlichem Ausmass von der negativen Entwicklung betroffen.

Der rückläufige Auftragseingang wirkte sich auf die Kapazitätsauslastung in den Betrieben aus. Nachdem diese im vierten Quartal 2018 noch den sehr hohen Wert von 91,6 Prozent erreicht hatte, sank die Kapazitätsauslastung im ersten Quartal 2019 auf 89,3 Prozent und im zweiten Quartal auf 86,6 Prozent ab. Gemäss der jüngsten Umfrage des KOF erreichte sie im Juli 2019 noch 83,7 Prozent, was deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von 86,4 Prozent liegt.

Die Güterausfuhren der MEM-Industrie erreichten im ersten Halbjahr 2019 einen Wert von 34,5 Milliarden Franken. Dieser Wert liegt um -1,0 Prozent tiefer als im Vorjahressemester. In den einzelnen Warengruppen entwickelten sich die Exporte unterschiedlich. Rückläufig waren die Ausfuhren bei den Metallen (-6,2%), im Maschinenbau (-5,2%) und in der Elektrotechnik / Elektronik (-0,9%). Einzig die Exporte von Präzisionsinstrumenten erhöhten sich (+4,0%). Bei der regionalen Aufschlüsselung zeigt sich, dass die Güterexporte in die EU (-1,5%) und nach Asien (-2,6%) zurückgingen. Hingegen entwickelten sich die Exporte in die USA weiterhin positiv (+5,1%).

ARTIKEL AUS DER GLEICHEN RUBRIK

Nachrichten | 11.12.2008

Wer wirbt am meisten?

Procter & Gamble bleibt 2007 mit Webeausgaben von 9,4 Mrd. US-Dollar der  Werbeweltmeister unter den Markenartiklern. Nestlé schafft es als werbefreudigste Schweizer Firma mit 2,2 Mrd. US-Dollar auf den...

Weiter lesen

Nachrichten | 11.12.2008

RFID deutlich überschätzt – Trotzdem stabiles Wachstum

Die Radio Frequency Identification (RFID) wird zwar kontinuierlich immer wichtiger. Die Wachstumsraten, die von Marktforschungsinstituten noch vor einigen Jahren vorhergesagt wurden, sind aber  nicht einge...

Weiter lesen

Nachrichten | 10.12.2008

Alufolienabsatz: Rückgang wegen Rezession – Verpackungsfolien vergleichsweise stabil

Die Konjunkturabkühlung erreicht die Aluminiumindustrie: Die europäischen Ablieferungen an Alufolien waren in den ersten drei Quartalen 2008 um 4,9 Prozent geringer als im gleichen Zeitraum 2007. Eafa, der Verba...

Weiter lesen