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Nachrichten | 02.09.2019

WHO: Mikroplastik im Trinkwasser stellt derzeit kein Gesundheitsrisiko dar – weitere Forschungen notwendig

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Sitz in Genf fordert eine weitere Bewertung der Mikroplastik in der Umwelt und ihrer möglichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, nachdem eine Analyse der aktuellen Forschung im Zusammenhang mit Mikroplastik im Trinkwasser veröffentlicht wurde. Die Organisation fordert auch eine Verringerung der Kunststoffverschmutzung, um die Umwelt zu schützen und die Exposition des Menschen zu verringern.

„Wir müssen dringend mehr über die gesundheitlichen Auswirkungen von Mikroplastik wissen, weil sie überall vorhanden sind - auch in unserem Trinkwasser“, sagt Dr. Maria Neira, Direktorin der Abteilung für öffentliche Gesundheit, Umwelt und soziale Determinanten der Gesundheit bei der WHO. „Aufgrund der uns vorliegenden begrenzten Informationen scheinen Mikroplastik im Trinkwasser derzeit kein Gesundheitsrisiko darzustellen. Aber wir müssen mehr herausfinden. Wir müssen auch den Anstieg der Plastikverschmutzung weltweit stoppen. “

Nach der Analyse, die die neuesten Erkenntnisse über Mikroplastik in Trinkwasser zusammenfasst, wird Mikroplastik mit einer Grösse von mehr als 150 Mikrometern wahrscheinlich nicht im menschlichen Körper absorbiert, und die Aufnahme kleinerer Partikel wird voraussichtlich begrenzt sein. Die Absorption und Verteilung sehr kleiner Mikroplastikpartikel, einschliesslich im Nanogrössenbereich, kann jedoch höher sein, obwohl die Daten äusserst begrenzt sind.

Weitere Forschungen sind erforderlich, um eine genauere Einschätzung der Exposition gegenüber Mikroplastiken und ihrer möglichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu erhalten. Dazu gehören die Entwicklung von Standardmethoden zur Messung von Mikroplastikpartikeln in Wasser; weitere Studien zu Quellen und Vorkommen von Mikroplastik in Süsswasser; und die Wirksamkeit verschiedener Behandlungsverfahren.

Die WHO empfiehlt, dass Trinkwasserversorger und Aufsichtsbehörden vorrangig mikrobielle Krankheitserreger und Chemikalien entfernen, bei denen es sich um bekannte Risiken für die menschliche Gesundheit handelt. Dies hat einen doppelten Vorteil: Abwasser- und Trinkwasseraufbereitungssysteme, die Fäkalien und Chemikalien behandeln, sind auch bei der Entfernung von Mikroplastik wirksam. Durch die Abwasserbehandlung können mehr als 90 Prozent des Mikroplastiks aus dem Abwasser entfernt werden, wobei die höchste Entfernung aus der tertiären Behandlung wie der Filtration stammt. Durch herkömmliche Trinkwasseraufbereitung können Partikel entfernt werden, die kleiner als ein Mikrometer sind.

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